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Dipl. Ing. (FH) Mathias Harrer absolviert Prüfung zum Dipl.- Sachverständigen (DIA)

Herr Mathias Harrer hat die Abschlussprüfung bestanden und ist damit berechtigt, die Bezeichnung Diplom-Sachverständiger (DIA) für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken, für Mieten und Pachten zu führen.

Unsere bisherige Sachverständigentätigkeit wird damit um weitere Arbeitsgebiete ergänzt:

Verkehrsgutachten bei:
  • An- und Verkaufsabsichten
  • Erbauseinandersetzungen
  • Zwangsversteigerungen
  • Ehescheidungen
  • Vermögensaufteilungen, -übertragungen
  • Vermögensfeststellungen
  • Beleihungswertermittlung
  • Bewertung von Grundbesitz für die Erbschaftssteuer
  • Bewertung von Grundbesitz für die Grunderwerbssteuer



Mietwertgutachten bei:
  • Wohnimmobilien
  • Gewerbeimmobilien


Sicherheit von Gebäuden


Bild: vom Windsog komplett weggerissene Dachkonstruktion


Gemeinsame Pressemitteilung des Verbandes Beratender Ingenieure, der Vereinigung der Prüfingenieure in Bayern e.V. und der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau vom 20.07.2006 zu den Ursachen des Einsturzes der Eissporthalle in Bad Reichenhall

Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Traunstein vom 20. Juli 2006 zum Einsturz der Eishalle in Bad Reichenhall


Baubehörde: Regelmäßige Bauüberwachung sehr aufwändig / "Nicht an Sicherheit sparen"
Von unserem Redaktionsmitglied Günther Kopp

Wie viel Bauüberwachung brauchen Hallen, Bäder oder Eislaufhallen? Wolfgang Müller, kommissarischer Leiter des Bauordnungsamtes der Stadt Karlsruhe, kommt ins Grübeln. . Ganz selbstverständlich würden Aufzüge, Rolltreppen, Druckbehälter oder Erdtanks regelmäßig auf ihre Sicherheit überprüft. Auch der Brandschutz spiele eine wichtige Rolle, aber die Standsicherheit eines Gebäudes unterliege keiner regelmäßigen staatlichen Kontrolle. Selbst die Prüfpflicht während des Bauens sei zum großen Teil weggefallen. Die Bauordnungsbehörde der Stadt verfügt laut Müller gerade noch über vier Baukontrolleure, die könnten allenfalls Stichproben machen. Der Gesetzgeber habe in den vergangenen Jahren Bürokratie abgebaut und die Eigenverantwortung der Bauherren und -ausführenden erhöht, so der Experte. (Siehe auch Zeitgeschehen).

Der kommissarische Amtsleiter glaubt nicht, dass dieser Trend nach dem Unglück von Bad Reichenhall generell geändert wird. Aber wenn dort die Unglücksursache feststehe, rechne er schon mit "Briefen aus dem Ministerium", in denen dazu aufgefordert wird, vergleichbare Konstruktionen zu überprüfen. Eine generelle Überprüfung von Dächern und Wänden an öffentlichen und privaten Großbauten im festen Rhythmus wäre freilich sehr aufwändig, zumal viele Dachkonstruktionen verschalt und damit schwer zugänglich seien. Und zu beurteilen, ob ein Riss nun ein harmloser Setzungsriss oder eine Gefährdung für die Sicherheit des Gebäudes sei, verlange umfangreiche Prüfungen, gibt Müller zu bedenken. Dies sei mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Kosten dürften kein Argument sein, auf Kontrollen zu verzichten, meint Diplom-Ingenieur Matthias Gerold vom Karlsruher Büro Harrer. Gerold ist einer von hundert Prüfingenieuren für Baustatik in Baden-Württemberg und findet es beunruhigend, dass der Staat die Prüfpflicht erheblich gesenkt habe. Die technische Überwachung, die für Autos gelte, müsse auch für Bauten eingeführt werden. Wenn an einem Gebäude etwas nicht in Ordnung sei, stelle dies eine weitaus größere Gefahr dar als bei einem Fahrzeug. Als Gegenstück zum TÜV gebe es auch bereits einen BÜV (Bauüberwa-chungsverein), der allerdings keinen Prüfauftrag habe, dabei sei die Überwachung der Gebäudesicherheit eindeutig Verbraucherschutz. Gerold sagte, er wolle die Gefahr nicht an die Wand malen, aber es sollte zu denken geben, dass die Gebäudeunglücke, die man bisher von Moskau oder Paris gekannt habe, "näher kommen". Im Vergleich zu den Gesamtkosten eines Gebäudes seien die Kosten für die Sicherheitsüberwachung "Peanuts".

Der Karlsruher Architekt Herbert Schmitt, der unter anderem die Europahalle geplant hat, sorgt sich nicht um die Sicherheit der städtischen Gebäude in Karlsruhe. Die Stadt verfüge über eine gute Bauüberwachung. Und jeder verantwortungsvolle private Gebäudebesitzer habe ebenso ein Auge auf seine Bauten. Dies sei günstiger als Schäden zu reparieren. Einen staatlich verordneten "Bau-TÜV" hält er nicht für erforderlich. Es sei aber eine Erscheinung unserer Zeit, dass sich "der eine hinter dem anderen verstecken wolle" und deshalb über neue Überwachungssysteme nachgedacht werde. Was die Schneelast betreffe, rate er dazu, bei extremem Schneefall Dächer wie das der Europahalle von der Schneelast zu befreien.

Vor vielen Jahren habe man einmal den Schnee vom Dach der Schwarzwaldhalle geschippt, berichtet der Pressesprecher der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK), Rainer Laubig, ansonsten seien solche Aktionen nicht nötig gewesen. Die KMK, größter öffentlicher Hallenbetreiber in Karlsruhe, habe Hallenmeister, die sowohl die Hallen am Festplatz als auch die der Messe ständig übe-rwachen - zum Schutz der Besucher "und weil das unser Kapital ist", so Laubig.

Der BÜV steht bereit
Leserbrief an die BNN von Dipl.-Ing. Matthias Gerold (Harrer-Ingenieure)

In dem o.g. Artikel vertreten kommunale Baufachleute die Meinung, dass es der Einführung eines Bau-TÜV nicht bedarf, da "jeder verantwortungsvolle private Gebäudebesitzer ein Auge auf seine Bauten habe". Nur: Ist wirklich nur der farbliche Anstrich des Gebäudes der entscheidende Punkt? Sind es nicht vielmehr die Erfahrungen aus Schäden, neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder Um- und Anbauten, die zu erneuten statischen Untersuchungen an Gebäuden führen müssen?

Wenn sich in der Baustatik z.B. durch wissenschaftliche Untersuchungen herausstellt, dass Stabilitätsuntersuchungen bisher auf der unsicheren Seite liegen konnten, oder wenn sich durch Schadensfälle im europäischen Vergleich herausstellt, dass Holzzugfestigkeiten bisher zu hoch angesetzt wurden oder gewisse Spannstähle zu Korrosion neigen - wie viele Bauherren wissen dies und überlegen dann, welche ihrer Bauwerke dies betrifft? Bei einem Auto oder Lebensmitteln gibt es Rückrufaktionen - bei Gebäuden ist dies nicht so einfach möglich, da es sich um Unikate und nicht um Serienprodukte handelt.

Aber es kommt noch besser: Wenn Fachleute heute wissen, dass Schnee- und Windlastansätze früher gebietsweise zu niedrig angesetzt wurden oder sich Erdbeben auch in Gebieten ereignen können, in denen wir bisher nicht damit gerechnet haben, diskutieren wir in Deutschland lieber ein Jahr lang über Bestandschutz, anstatt z.B. in den Fußgängerzonen großer Städte die Glasüberdachungen nochmals zu begutachten. Die Erdbeben auf der Schwäbischen Alb haben gelehrt, dass die meisten Menschen nicht im Gebäude zu Schaden kamen, sondern durch herabfallende Bauteile.

Mehr über den Bau-Überwachungsverein e.V. (BÜV)



Erfahrungen aus der Überwachung von Bestandsbauwerken:

Die Wichtigkeit des Vier-Augen-Prinzips und einer Bauüberwachung / Monitoring.
Ein Vortrag von Dipl.-Ing. Matthias Gerold.

Wichtigkeit_Vier_Augen_Prinzip.pdf




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