Auf der Plaza de la Encarnación mitten in der Altstadt von Sevilla, entsteht Metropol Parasol, eine hölzerne schirmartige Dachkonstruktion
mit einem archäologischen Museum im Untergeschoss, einer Markthalle im Erdgeschoss und einer Plaza für Veranstaltungen auf dem Niveau darüber.
Über die beiden mit Holz verkleideten Stahlbetontürmen P3 und P4 mit den integrierten Treppenhäusern und Aufzugsschächten
gelangt man auf die hölzerne Dachschale mit einem Cafe in den muschelförmige Aufweitungen. Auch über die Spazierwege auf der bionetischen Schale
hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Dächer von Sevilla. In den vier übrigen Baumstämmen wurden Nottreppen-häuser in Stahlbauweise angeordnet.
Die hölzerne Dachschale sowie das Dach über den Cafes bestehen im Wesentlichen aus KERTO-Furnierschichtholzplatten mit bis zu ca. 16 m Länge. Die kürzesten Träger haben eine Länge von ca. 1,5 m entsprechend dem Raster des Trägerrostes. Bis auf den Cafebereich bestehen im Rahmen des speziellen Brandschutzkonzeptes keine Anforderungen an den Brandschutz; der bauliche Holzschutz erfolgt über eine PU-Beschichtung der Bauteile im Werk und ggf. eine Nacharbeitung der Anschlussbereiche vor Ort – wie auch beim Neubau der PH-Mensa in Karlsruhe.
Die Aufgabe der Harrer Ingenieure ist es im Wesentlichen, die statischen Nachweise für die Holzbauteile der Schalenkonstruktion und insbesondere die Detailnachweise für die Anschlüsse und Knoten (u.a. ca. 2.750 Kreuzungspunkte der Holzschale) zusammen mit Finnforest Merk GmbH zu erbringen.
Der Abbund bei FFM erfolgt ab Oktober 2007, die Montage in Sevilla ab März 2008.